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Kombat Sechzehn
Start: 9. Juni 2005
Ein fulminant inszenierter Film über einen Jugendlichen, der in eine rechtsradikale Clique in Frankfurt/Oder gerät...
Der sechzehnjährige Georg muss von Frankfurt/Main nach Frankfurt/Oder umziehen, weil sein allein erziehender Vater Andreas die Chance erhält, als Architekt ein Einkaufscenter zu bauen. Georg hatte einen funktionierenden Freundeskreis, war in seine beste Freundin Jasmin verliebt und sein großer Traum vom hessischen Landesmeistertitel in Taekwondo war zum Greifen nahe. Nun muss er in einem fremden Umfeld ganz von vorn beginnen. Georg, der "Neue", weckt schnell das Interesse von Thomas, dem Anführer einer rechtsradikalen Clique aus Georgs neuer Klasse. Da Georg keinen neuen Taekwondo-Club findet, lässt er sich von Thomas ködern und richtet sich bei ihm einen provisorischen Trainingsraum ein. Trotz anfänglicher Abwehr gerät Georg nach und nach immer mehr in die Clique. Bis es zum großen Kampf kommt… Angetrieben von Angst, Hoffnungslosigkeit und Neid, offenbart sich schon wenig später für Georg und Thomas, dass der Unterschied zwischen beiden gar nicht so groß ist.

PRESSESTIMMEN

[...] Im Stil von „AMERICAN HISTORY X“ taucht Borscht ein in die Jugendkultur ostdeutscher Neonazis. Der Film, dessen Drehbuch übrigens von einer Frau geschrieben wurde, zeigt - glücklicherweise ohne voreilige Distanzierung und moralischen Zeigefinger - Gewalt als Bestandteil heutiger Jugendkultur, und nimmt sich ernsthaft der Frage an, warum ein 15jähriger zum Skinhead wird. Dabei ist KOMBAT SECHZEHN ein Gegenstück zu einem Film wie "Napola", der allen visuell unschönen Seiten seines Themas ausweicht. Borscht macht sich nicht mit der Szene gemein, ist in seinem Urteil immer klar, aber er hat mehr Fragen als Antworten. [...]

( Tagesspiegel )

Borscht ist ein sehr intensiver Film geglückt, dem auch das mitunter etwas schablonenhafte und schematische Erzählen nichts anhaben kann. Die Schauspielerleistung ist nicht herausragend, manchmal sogar ein bisschen zu nüchtern. Dennoch ist "Kombat Sechzehn" ein lohnenswerter Film, wohl insbesondere für Jugendliche. Dröhnende Musik und schneller Schnitt machen keinen Hehl daraus, dass Jugendliche das eigentliche Zielpublikum dieses Films rund um das Erwachsen-Werden sind.

Christopher Lang


"Bist du rechts oder links?" Eine solche Frage erfordert eine eindeutige Antwort, ein Bekenntnis. Der 16-jährige Georg (Florian Bartholomäi) bleibt seinem neuen Klassenkameraden Thomas (Ludwig Trepte) die Antwort jedoch schuldig. Und das nicht ohne Grund: Georg befindet sich auf unsicherem Terrain. Er ist ein Fremder aus Frankfurt am Main, den es nach Frankfurt/Oder verschlagen hat. Er ist ein Wessi im Osten und wie sollte er sich, da er sein altes Leben hinter sich lassen musste, öffentlich positionieren - und sei es nur politisch.

Nur politisch? Der Film "Kombat Sechzehn" von Mirko Borscht untersucht gleichsam nur nebenbei die politische Dimension hinter der Entscheidung für recht und links. Er schildert den Kampf eines Sechzehnjährigen an der Schwelle zum Erwachsenen-Dasein, der in einer außergewöhnlichen Situation seine Position finden muss in einer Gesellschaft, die aus den Fugen geraten zu sein scheint.

SR-online-Filmkritik
Regie: Mirko Borscht
Darsteller: Florian Bartholomäi, Ludwig Trepte, Max Mauff, Max Oelze, Sven Lubeck, Isabelle Mbarga, Alice Dwyer, Falk Rockstroh, Christine Diensberg, Dirk Borchardt, Petra Hartung, Errol Shaker, Adrian Topol, Matthias Schweighöfer
Land / Jahr: Deutschland / 2005
Laufzeit: 90 Minuten
FSK: 16
Pressebetreuung: Susanne Frischmuth Presse & Promotion: c/o Entertainment Kombinat GmbH, Boxhagener Str. 106, 10245 Berlin, Tel: 030-29 77 29 24
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